DIE DREI SCHWESTERN
Die Three Sisters: Felsformation, Legende & Echo Point
Drei Sandsteinfelsen über dem Jamison Valley – die Geologie hinter den Three Sisters, die Gundungurra-Legende und die besten Aussichten vom Echo Point.
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Die Three Sisters sind drei Sandsteinspitzen, die sich am Rand des Jamison Valley bei Katoomba erheben – jede in Farbe und Struktur dem dahinterliegenden Felsmassiv so ähnlich, dass sie wie aus demselben Stein geschlagen wirken, während das umgebende Gestein im Laufe der Jahrtausende erodierte und sie als isolierte Säulen zurückließ. Ihre gängigen englischen Namen Meehni, Wimlah und Gunnedoo gehen auf die Tourismusära zurück, nicht auf eine einheitlich überlieferte Aborigine-Tradition; ihre Höhen staffeln sich vom höchsten Gipfel nahe dem Aussichtspunkt bis zum niedrigsten am äußersten Ende. Vom Echo Point aus frontal betrachtet wirken sie zum Greifen nah; aus anderen Blickwinkeln entlang der Klippenwanderwege offenbaren sie sich als längere Kette einzelner Türme – nicht als die kompakte Gruppe, die das klassische Foto suggeriert.
Die Legende der Gundungurra
Die bekannteste Geschichte, die mit den Three Sisters verbunden ist, ist ein Traumzeit-Mythos der Gundungurra: Drei Schwestern – in manchen Versionen Meehni, Wimlah und Gunnedoo genannt – wurden von einem Ältesten oder Medizinmann zu Stein verwandelt, um sie vor Gefahren zu schützen – meist vor einem Konflikt mit einer rivalisierenden Gruppe oder einer furchterregenden Kreatur – mit der Absicht, sie zurückzuverwandeln, sobald die Gefahr vorüber war. Der Älteste wurde getötet, bevor er den Zauber rückgängig machen konnte, und so stehen die Schwestern seit jeher in Stein. Die Details der Geschichte variieren von Erzähler zu Erzähler, und einige Elemente der Version, die heute Touristen erzählt wird, gelten als im Tourismusboom des 20. Jahrhunderts geformt und teils erfunden – nicht als unverändert aus einer einzigen ursprünglichen Überlieferung bewahrt.
Entstanden über Jahrmillionen
Der Fels selbst übertrifft jede Legende um eine beinahe unvorstellbare Zeitspanne. Die Three Sisters wurden aus Sandstein geformt, der vor rund 200 Millionen Jahren in der Trias als Fluss- und Deltasediment abgelagert wurde, als die Gegend noch eine flache Überschwemmungsebene und keine Bergkette war. Langsame Hebung hob die Sedimentschichten zu einem Plateau, und Millionen von Jahren aus Regen, Wind und dem Einsturz weicherer Gesteinsschichten entlang von Klüften und Brüchen modellierten den härteren Sandstein zu den Klippen, Schluchten und isolierten Säulen, die man heute sieht. Die Three Sisters sind schlicht jener Abschnitt der Klippenkante, an dem die Erosion zufällig drei verbundene Felsflossen stehen ließ, die stolz aus der zurückweichenden Schichtstufe ragen – statt einer durchgehenden Mauer.
Echo Point – der klassische Blick
Echo Point am südlichen Rand von Katoomba ist der klassische Aussichtspunkt für die Three Sisters und einer der meistbesuchten Aussichtsplattformen der Blue Mountains. Von der breiten Plattform blickt man direkt über das Jamison Valley auf die Felsformation und die dahinterliegenden Klippen. Der Name geht darauf zurück, wie der Schall über das offene Tal getragen und von der Plattform zurückgeworfen wird – ein Effekt, den frühe Besucher bereits bemerkten, lange bevor der Ort zur Touristenattraktion wurde. An dunstigen Tagen verschwimmt das Tal hinter den Sisters im charakteristischen Blau der Bergketten, und die Formation selbst wechselt zwischen scharfkantig in der prallen Sonne und weich geschichtet in Nebel oder Abendlicht.
Die Riesentreppe, hinunter ins Tal
Für einen Blick, der näher herankommt, als es jeder Aussichtspunkt je könnte: Die Giant Stairway führt von nahe Echo Point die Felswand hinunter zu den Three Sisters – ein steiler, in den 1930er-Jahren in den Stein gehauener Treppenlauf, der Wanderer am Talboden nahe der Talstation von Scenic World absetzt. Der Abstieg ist wirklich anstrengend – und der Aufstieg zurück umso härter –, weshalb die meisten Besucher ihn als Einbahnroute nutzen: hinuntergehen und mit der Scenic Railway zurück zum Klippenrand fahren, statt denselben Weg wieder hochzusteigen. Wer das tut, begreift die wahre Größe der Sisters auf eine Weise, die das Aussichtsfoto nie einfängt – denn von unten ragen die Felsen empor, statt nur zu posieren.
Über die Postkartenperspektive hinaus
Echo Point ist der naheliegendste Stopp, doch der Prince Henry Cliff Walk, der entlang der Felskante von Echo Point verläuft, bietet mehrere weitere Aussichtspunkte auf die Three Sisters und das Tal – jeder erfasst die Felsformation aus einem etwas anderen Winkel und Abstand. Schon ein Teilstück dieses Weges zu gehen, statt nur vom Hauptplateau zu fotografieren und weiterzuziehen, ist der einfachste Weg zu verstehen, wie unterschiedlich die Formation je nach Standort wirklich wirkt – und man bekommt ein Three-Sisters-Foto ohne ganz so viele andere Besucher im Bild. Der Weg ist auf dem Großteil seiner Länge eben und gut ausgebaut und lohnt sich bereits für einen kurzen Abstecher, bevor es weiter zum Scenic World oder nach Leura geht.
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